Therapie - MKG Praxisklinik

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Parodontologie:
Therapeutische Maßnahmen

Die Therapie gliedert sich in die Vorbehandlungsphase mit ausschließlich 
Maßnahmen oberhalb des Zahnfleisches wie
  • Professionelle Zahnreinigung (PZR) bestehend aus zwei Vorbehandlungsterminen
    mit Demonstration von Putztechniken und Hilfsmittel (mechanische und elektrische Bürsten, Zahnseide, Zahnpasten, Mundspüllösungen, etc.) zur Verbesserung der Reinigung der Problemzonen, Instruktion zur häuslichen Fluoridierung, Ernährungsberatung, Entfernung von Belägen und Verfärbungen auf den Zähnen und der erreichbaren Wurzeloberflächen mechanisch und mit Pulverstrahltechnik, Politur der Zahnhartsubstanz zur Herabsetzung der Anfälligkeit gegen erneute Belagbildung und die Zahnfluoridierung,
  • falls erforderlich eine chirurgische Vorbehandlung mit Entfernung von nicht erhaltungsfähigen oder retinierten und verlagerten Zähnen,
  • Entfernung oder Korrektur von störenden Schleimhautbändern oder zu hoch/ zu tief ansetzender Weichteile,falls erforderlich müssen noch umschriebene Vorbehandlungsmaßnahmen durch ihren Hauszahnarzt erfolgen.
und die operative Phase
In dieser Phase werden die fest haftenden harten Beläge unterhalb des Zahnfleisches sowie das umgebende Entzündungsgewebe entfernt und die Wurzeloberflächen geglättet. 
Hierzu stehen das geschlossene Verfahren und das offene Verfahren zur Verfügung.
Die Anwendung des Verfahrens hängt sowohl von der Tiefe als auch von der Lokalisation der Taschen ab. Beim geschlossenen Vorgehen wird mit Spezialinstrumenten direkt in der Tasche gearbeitet. Bei ausgeprägten Tiefe (über 5,5 mm) oder schwer zugänglichen Taschen ist das Vorgehen unter Sicht im Rahmen eines kleinen operativen Eingriffes bei uns das Vorgehen der Wahl. Im Rahmen der Wundheilung erfolgt das narbige „Aufschrumpfen" der Weichgewebe auf die Hartgewebeunterlage (Knochen).
Durch das Erzielen der Entzündungsfreiheit des Zahnfleisches verliert das Zahnfleisch an Ge-webeflüssigkeit und wird fester (schrumpft). 
Dies ist der gewünschte therapeutische Effekt mit dem Nachteil, dass dadurch die Zähne optisch länger werden können. Der Nachteil kann sowohl funktionell durch erhöhte Zahnhalsempfindlichkeit als auch ästhetisch vor allem im Frontzahnbereich sein.
Die Erhaltungsfähigkeit von Zähnen muss erheblich in Frage gestellt werden bei
• Knochenverlust von mehr als 75% der Wurzellänge,
• Lockerung III. Grades (Auslenkung mehr als 2 mm horizontal oder vertikale Auslenkung) und
• Durchgängigkeit mit einer Sonde zwischen den Wurzeln bei mehrwurzligen Zähnen.
Werden die ehemaligen Knochentaschen mit Weichgewebe ausgefüllt, so ist dies weder geeignet den Zahn in besonderer Weise zu stabilisieren, noch die durch den Knochenverlust im sichtbaren Frontzahnbereich bedingten ästhetischen Einschränkungen zu kompensieren. Die weichgewebige Abheilung stellt also -insbesondere bei ausgedehnten Defekten- sowohl aus funktioneller als auch aus kosmetischer Sicht einen minderwertigen Ersatz für die verlorengegangenen knöchernen Strukturen dar.
Verschiedene Ansätze sind daher in der modernen Medizin entwickelt worden, um verlorengegangene Knochenstrukturen zu ersetzen oder die Knochenregeneration in den Bereichen dieses Knochendefizites anzuregen.

 muss noch verlinkt werden: Möglichkeiten zum Knochenaufbau
 
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